Kroh, Peter: Minderheitenrecht ist Menschenrecht

16,90 

488 Seiten
2015
brosch.

Vorrätig

ISBN- 978-3-936103-42-7 Artikelnummer: 010-2 Kategorie: Schlagwörter: , , , ,

Sorbische Denkanstöße zur politischen Kultur in Deutschland und Europa

Wie Menschen anderer Nationalität, Sprache, Geschichte und Kultur in der Weimarer Republik und im 3. Reich unterdrückt wurden – das analysierte und bekämpfte der Sorbe Jan Skala (1889 – 1945) in der von ihm 12 Jahre lang geleiteten Zeitschrift „Kulturwehr“. Beeindruckend und erschreckend ist, wie rasch und nachhaltig sich der Übergang einer Demokratie in den Faschismus vollzog. Geschichte ist jedoch nicht zuerst Rückblick, sondern Ausblick. Damals wie heute haben Minderheiten- und Fremdenfeindlichkeit gemeinsame ideelle Wurzeln; Abstumpfung von Empathie und Intellekt sowie Missachtung humanistischer Traditionen. Obwohl in der politischen Kultur der Bundesrepublik sowohl aus der Weimarer Republik als auch und vor allem aus dem Naziterror Lehren gezogen wurden ist heute im politischen Alltag die Neigung zu Polarisierung und Unduldsamkeit bis zu offenem Hass auf Andersartige unübersehbar. Wir erleben erschreckende Rückfälle in Gewalt, Nationalismus und rechten Populismus.
Skalas minderheitspolitische Schriften und Reden sind eine solide gefüllte „Werkzeugkiste“ für die Lösung dieser Probleme. Sie zeigen: Rassistische Denkmuster erfassen tatsächliche Unterschiede auf arrogante, menschenfeindliche Art; Fremdenfeindlichkeit ist kein Naturgesetz; Mitmenschlichkeit bekommt man nicht geschenkt; eine lebenswerte Zukunft ist mehr und anders als bloße Fortsetzung der Gegenwart; wahre Ignoranz ist nicht fehlendes Wissen, sondern die Weigerung, es zu erwerben. Der Autor ergreift Partei für einen sich an der Menschrechtserklärung von 1948 orientierenden „Golfstrom“ visionären Denkens. Das Buch triff in vielem den Nerv der Zeit und greift insofern in aktuelle Kontroversen ein.

488 Seiten
2015
ISBN-Nr. 978-3-936103-42-7
brosch.

-> Zur Rezension von Dr. Philipp Sonntag

-> Zur Rezension im Rotfuchs Nr. 219 aus 04/2016

-> Zur Rezension von Jürgen Buchmann

-> Zur Rezension im Publik Forum Heft 14/2016

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