Alexej Heistver (Herausgeber): Verwundete Kindheit

19,90 

Etwa 20 Abbildungen, teils Landkarten, teils Bilder von den Zeitzeugen, aus Lagern usw.
426 Seiten
2018

Holocaust-Überlebende aus der Sowjetunion in Deutschland

Child Survivors verkörpern die Spannung zwischen ihrer bitteren Vergangenheit als Verfolgte des Nazi-Regimes und den Herausforderungen der Gegenwart. Sie sind als Zeitzeugen aktiv. In diesem Buch geht es um die zumeist dramatischen Schicksale der Child Survivors aus den Gebieten der früheren Sowjetunion. Die Art der Vernichtung war dort ganz anders als zum Beispiel in Polen oder Deutschland.
Seit 1991 kamen mitt etwa 200.000 jüdischen Immigranten auch etwa tausend Child Survivors aus Gebieten der früheren Sowjetunion nach Deutschland. Sie erhofften eine spürbar bessere Zukunft, denn den Ärmsten in Deutschland ging es etwas besser als den Ärmsten in den Ländern Osteuropas. Zu ihrer Überraschung: Tatsächlich wurden sie – mit ihren am Anfang zumeist geringen Kenntnissen der deutschen Sprache – auf Sozialhilfe beschränkt, die Ämter waren oft strikt. Unglücklicherweise wurden dadurch teils Erinnerungen an rigorose Nazi-Behörden, damals oft mit mörderischen Folgen für ihre Familien, aufgewühlt.
Noch dazu wurde ihnen der Status eines “Verfolgten des Nazi-Regimes” verweigert. Das ist politisch und gesellschaftlich peinlich, nach all dem Horror den Nazi-Deutschland diesen Opfern bis 1945 angetan hatte. Es geschah, obwohl im II. Weltkrieg etliche Juden militärisch eindrucksvoll gegen die Nazis gekämpft hatten, sei es als Partisanen oder in der Roten Armee.
Aktuell sind diese Child Survivors hoch engagiert als Zeitzeugen. Aus bitterer Erfahrung heraus vermitteln sie unserer Demokratie die Werte einer gelebten Menschlichkeit.

426 Seiten
2018
978-3-936103-62-5 (ISBN)
Einband

Autor